VDI Netzwerk Ostschweiz

Zwischenhalt Zukunft

VDI Ostschweiz zu Gast bei der ZHAW in Wädenswil

Wädenswil, 01.10.2021
Einen Blick in das Jahr 2050 versprach die Freiluft Multimedia Ausstellung verschiedener Fakultäten in Wädenswil.

Die erwartungsfrohen 22 Teilnehmende wurden von  dem Kommunikationsverantwortlichen David Koch und strahlend blauem Himmel willkommen geheissen und in das Thema eingeführt. Zumindest dem Wetter nach wird es eine heisse und sonnige Zukunft sein. Auch die Ausstellung versucht eine optimistische Sicht zu vermitteln, wie sich die Forschenden unsere Zukunft wünschen und vorstellen. In interdisziplinären Teams, zu denen auch Germanisten und eine Künstlerin gehörten, wurde sehr viel Wert auf die Kommunikation gelegt.

An mehreren «Zwischenhalten» überlagerten sich die Bilder der Möglichkeiten mit der realen Landschaft unserer Gegenwart und lud zum Vergleich und zur Diskussion ein. Die Möglichkeit der Diskussion wurde dann von den Teilnehmenden auch reichlich und intensiv genutzt. Die einzelnen Stationen sind sehr schön gemacht und vieles ist dabei zu Entdecken. Wer jedoch spektakuläre neue Technologien oder innovative Visionen erwartet hatte, wurde ein wenig endtäuscht. Alles, was es für eine umweltgerechte Zukunft in 30 Jahren benötigt, ist bereits vorhanden. Lediglich gelte es diese Erkenntnisse und Technologien breit zu nutzen. Die projekzierte Zukunftsbilder wirkten zumindest auf mich durchaus attraktiv.

Jede der Stationen wäre sicher eine eigene Veranstaltung wert gewesen. Die Veranstalter verkannten jedoch wohl den Wert ihrer eigenen Arbeit und beschränkten die Führung daher lediglich auf die attraktivsten 3 Zwischenhalte. Um uns ein zusätzliches Erlebnis zu bieten, bezogen sie unsere Teilnehmenden in 3 Gruppen zusätzlich in 2 aktuelle Forschungsprojekte ein. Ebenso spannend und lehrreich. In einem kleinen Häuschen konnte bei einem Postenlauf jeder seinen persönlichen CO2 Abdruck ermitteln und als Auswertung Tipps für ein besseres Leben erhalten. Was belastet unsere Umwelt mehr: Tee oder Kaffee? Haben Veganer durchschnittlich einen kleineren CO2 Fussabdruck gegenüber Vegetariern? Die Antworten waren teilweise verblüffend und regten ebenfalls zur Diskussion an.

Ein zweites Forschungsprojekt beschäftigte sich mit Wildkräutern als Bepflanzung für Gärten und öffentliche Anlagen. Das tolle Herbstwetter trug das seinige noch dazu bei, dass die Zeit viel zu schnell verflog und am Ende lauter zufriedenen Gesichter zu sehen waren. Sicher wird der/die eine oder andere wiederkommen und den Rundgang fortsetzen. Die Gärten der Hochschule in Wädenswil sind für das Publikum offen und laden auch zu einem Sonntagsspaziergang ein.

Nähere Informationen unter:
https://www.zhaw.ch/de/lsfm/ueber-uns/offene-hochschule/gaerten-im-grueental/zwischenhalt-zukunft/

(Text und Foto: Raimond Gatter)

 

Mit dem VDI ins European Space Camp

Kooperation mit "Schweizer Jugend forscht"

Jona Pfenninger aus Sursee gewinnt 2021 den vom Bodensee-BV gestifteten VDI Technikpreis bei Jugend Forscht Schweiz.

In seiner Arbeit «Bestimmung der Solarkonstante unter Anwendung des Lambert-Beer'schen Gesetzes» erforscht Jona Pfenniger Möglichkeiten für einen effektiven und günstigen Wirkungsgrad-Test der Solarzellen. Dabei liegt der Fokus seiner Forschung auf der Entwicklung einer Messmethode, um die Intensität der Sonneneinstrahlung zu bestimmen.

Aus der Bewertung der Jury: «Mit viel Wissbegierde hat Jona sich in die theoretischen Grundlagen der Sonnenradiometrie eingearbeitet und bewies einen kreativen Forschungsgeist durch seine steten Bemühungen, den eigenen experimentellen Aufbau zu verbessern.» Besonders beeindruckte die Jury das Volumen des erworbenen Fachwissens und die sorgfältig verfasste Dokumentation.

Jona Pfenninger wird im August an einem internationalen Raumfahrtscamp auf der Andøya Rocket Range, Norwegen, teilnehmen. In der nördlichsten ständig besetzten Raketenabschusscamp und Basis der Weltraumforschung besuchen die Teilnehmer Vorträge und Workshops von führenden Europäischen Wissenschaftlern und Ingenieuren zu Themen wie physikalische Grundlagen der Raketentechnik bis zum Polarlicht. Dazu kommen kulturelle und sportliche Aktivitäten. Den Höhepunkt bildet der Abschuss einer durch die Teilnehmende selbst gebauten Wetterrakete.