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Der Weltuntergang findet nicht statt.

Am 13. Juni 2018 hielt Prof. Gerd Ganteför einen Vortrag für den VDI-Bodensee-Bezirksverein im Graf-Zeppelin-Haus. Es trafen sich ca. 60 Zuhörer zum Thema „Der Weltuntergang findet nicht statt“.

Die internationale Staatengemeinschaft bemüht sich um eine Reduktion der Treibhausgasemissionen. Auch Deutschland beteiligt sich an diesen Anstrengungen, hat sich aber mit der "Energiewende" für einen Sonderweg entschieden, der zunehmend zu einem Problem wird. Durch die deutsche Subventionspolitik kommt es zu einer Stromüberproduktion, die die Existenz von Gas- und Wasserkraftwerken gefährdet, die eigentlich dringend für die Energiewende benötigt werden. Gleichzeitig kann trotz des enormen Ausbaus von Wind- und Solarkraftwerken nicht auf die klimaschädlichen Braunkohlekraftwerke verzichtet werden, da sonst in windstillen Nächten Stromausfälle drohen. Die Erfolgsmeldungen über die deutsche Energiewende sind irreführend, denn sie beziehen sich nur auf die Stromproduktion. Bei der Gesamtenergie liegt der Anteil der fossilen Energien mit 80% immer noch ziemlich genau im globalen Durchschnitt. Der Anbau von Energiepflanzen im Rahmen der Energiewende führt sogar zu erhöhten Methanemissionen. Aus diesen Gründen wird die deutsche Energiewende ihre selbstgesetzten Ziele für das Jahr 2020 nicht erreichen. Hinzu kommt, dass das Erneuerbare-Energie-Gesetz (EEG) die Bemühungen der EU unterläuft, mittels CO2-Zertifikaten die Emissionen zu reduzieren. Eine Reform des EEG ist dringend notwendig.

Prof. Ganteför konnte mit diesem brisanten Thema seine Zuhörer begeistern. Am Schluss beantwortete er zahlreiche Fragen kompetent und führte durch die anschließende Diskussion.