Kunstofftechnik

Letzte Veranstaltungen:

Schüttguttechnik in der Kunststoffindustrie

am Donnerstag, den 15. März 2018

 

Ort:           Zeppelin Systems GmbH

                 Graf-Zeppelin-Platz 1

                 D-88045 Friedrichshafen

 

                                                                      

Neues aus der Extrusionstechnik

Mitte März lud die Firma Jansen AG ins schweizerische Oberriet ein, um die neusten Innovationen im Bereich der Extrusion mit verschiedenen Vorträgen zu präsentieren. Die Veranstaltung, organisiert von Prof. Daniel Schwendemann, Leiter Arbeitskreis Kunststofftechnik des VDI-Bezirksverein Bodensee, zeigte die neusten Entwicklungen im Extrusionsbereich und die CAE gestützten Auslegungsmethoden.

Die interessante Vortragsreihe startete mit Philipp Rüttimann (Jansen) und einer Vorstellung der Firma Jansen und deren Produktpalette. Er zeigte eindrücklich, wie viel know-how in einem vermeintlich einfachen Fenster steckt. Weiter ausgeführt wurde diese hybride Bautechnik von Urs Brülisauer (Jansen). Wer gemeint hat, es gebe den einen Werkstoff für die Zukunft, der wurde eines Besseren belehrt. In einem solchen Stahl- oder Aluminiumrahmen steckt viel mehr Kunststoff als man von aussen betrachtet erwarten würde. Die Eigenschaften der verschiedenen Materialien ergänzen sich perfekt und unterstreichen die Wichtigkeit der hybriden Konstruktionen für die kommenden Jahre. Wie die in diesen Fenster oder Fassaden verbauten Kunststoffprofile und die Werkzeuge zu dieser Herstellung ausgelegt werden können, zeigte Silvan Walker (IWK). In der heutigen Zeit wird nicht mehr am Werkzeug „geschweisst und geschliffen“ sondern am CAD. Mit der CAE unterstützten strömungstechnischen Auslegung ist es möglich, das Werkzeug ohne Iterationsschlaufe zu fertigen und mit diesem die Kunststoffprofile direkt zu produzieren. Den benötigten Test- und Fertigungsaufwand reduziert sich damit drastisch. Nebst den Baulösungen ob Tage, stellte Dietmar Alge (Jansen) die neusten Geothermielösungen unter Tage vor. Mit der neu entwickelten Struktur von Geothermiesonden, der sogenannten „Jansen shark Technologie“, ist es möglich die Leistungsfähigkeit der Wärmepumpe deutlich zu erhöhen. Weiter gab es für die über 30 Teilnehmer einen Ausblick in die Zukunft. Geplant ist eine neue edelstahlverstärkte Hochdruck-Geothermiesonde, mit welcher Tiefen bis zu 500m erreicht werden können. Anschliessend an die Präsentationen konnte ein Rundgang durch das Kunststoffwerk mit der Herstellung von 5-Schicht Aluminiumverbundrohren, der Geothermiesondenproduktion und dem schweizweit grössten FANUC Roboter genossen werden. Abgerundet wurde der Anlass mit einem diskussionsreichen und genüsslichen Apèro.

An dieser Stelle ein grosses Dankeschön an die Firma Jansen, welche allen Teilnehmern diesen offenen Einblick in die Firma und deren Kunststoffwerk ermöglichte.

Patrick Fässler, 28.03.2017