Aktuell

VDI Trendforum 2019

« Warum engagiert sich der Bodensee Bezirksverein beim
Trendforum?

Das Einzugsgebiet unseres Bezirksvereins umfasst den Bodenseeraum, Liechtenstein und weite Teile der Schweiz. In dieser Region haben wir viele mittelständische Unternehmen, die in ihrer jeweiligen Branche Weltmarktführer sind. Bereits heute versuchen wir in unserem Bezirksverein durch regelmäßige Veranstaltungen, aktuelle Trends und Entwicklungen aufzugreifen und branchenübergreifend zu diskutieren. Aufgrund der großen räumlichen Distanz ist es für Interessenten in der Regel mit einem größeren Reiseaufwand verbunden, um an den Veranstaltungen
teilzunehmen. Hier bietet das neue Konzept des TrendForums entscheidende Vorteile. Mit der Kombination einer „vor Ort“-Veranstaltung mit dem Video Streaming ins Internet, können wir mehr Interessenten gleichzeitig erreichen. Durch die Kooperation mit den anderen Bezirksvereinen schaffen wir eine viel breitere Basis an Wissenstransfer zu unseren Mitgliedern und können auf diese Weise als VDI einen entscheidenden Beitrag zur Erhaltung der Wettbewerbsfähigkeit leisten.

« Warum ist das Thema „Autonome Systeme“ für Friedrichshafen
und den Bodensee-Bezirksverein relevant?

Beziehen wir „Autonome Systeme“ nur auf die Automobil-Industrie, dann hat die Region Friedrichshafen und unser Bezirksverein mit dem Automobilzulieferer ZF -AG eines der drei führenden deutschen Unternehmen für autonomes Fahren der Zukunft. In der Fläche unseres Bezirksvereins gibt es aber noch viele Unternehmen des Maschinen und Anlagenbaus sowie der Automatisierungsindustrie für die „Autonome Systeme“ in der Zukunft ebenso eine hohe Relevanz haben werden wie für die Automobilindustrie. Denn ohne autonome Systeme für die Produktion von Produkten können wir unsere Wettbewerbsfähigkeit in unserer Region nicht erhalten. Gerade hier ist es wichtig, dass der VDI eine Plattform bietet, Themen aus unterschiedlichen Industrien sichtbar zu machen und miteinander zu vernetzen.

« Was existiert lokal zum Thema „Autonome Systeme“
Die ifm electronic Gmbh mit ihrem Standort in Tettnang am Bodensee entwickelt seit über einem halben Jahrhundert nicht nur alle relevanten Standardlösungen, sondern auch spezielle Anforderungen einzelner Branchen. Neben Positionsund Prozesssensoren zählen Sensoren für die Motion Control und Sicherheitstechnik zum Programm. Außerdem bietet ifm Produkte für die industrielle Bildverarbeitung und Kommunikation
sowie Identifikationssysteme und Systeme für mobile Arbeitsmaschinen an. Zudem setzt ifm vermehrt auf die Entwicklung von innovativen Industrie 4.0 Lösungen. Der 3D-Smart-Sensor O3M ist eine neue Generation von 3D-Smart-Sensoren, entwickelt, um die Automatisierung von mobilen Arbeitsmaschinen zu erhöhen und damit deren Effizienz weiter zu steigern. Der PDM-3D-Sensor von ifm erfasst Szenen und Objekte dreidimensional mit nur einer Aufnahme. DHL ist die weltweit führende Marke in der Logistik. Als „family of divisions“ bieten die DHL-Divisionen ein einzigartiges Logistikportfolio – von der nationalen und internationalen Paketzustellung über Transport- und Fulfillment-Lösungen im ECommerce, den internationalen Expressversand sowie Straßen-, Luft- und Seefrachttransport bis zum Supply-Chain Management. Wie die
Produkte von ifm bei DHL in der Logistik zum Einsatz kommen erfahren wir im Detail bei ifm in Tettnang.

« Warum engagieren Sie sich persönlich?
Die Headline „autonome Systeme“ sehe ich als Überschrift für viele Themen, die unser Leben in der Zukunft verändern werden. Nicht nur die Mobilität, sondern auch unser tägliches Leben wird sich mit vernetzten Systemen verändern. Neben der Aufgabe, die Entwicklung der Technologien in unserer Region zu halten, um damit unsere Arbeitsplätze und unseren Wohlstand für die Zukunft abzusichern, ist es auch notwendig die Menschen mit auf die Reise in die neue Zukunft zu nehmen. Nur wenn die Menschen den technischen Fortschritt auch annehmen,
ohne davor Angst zu haben, wird uns die Transformation in die Zukunft gelingen. Dafür engagiere ich mich.

Jahresmitgliederversammlung 2019

Mittlerweile hat es schon fast Tradition, dass die Mitgliederversammlung des VDI Bodensee-Bezirksvereins im Rahmen der Messe „all about automation“ in Friedrichshafen stattfindet. Am Dienstag, den 12. März 2019 hatte jedes VDI-Bodensee Mitglied die Möglichkeit, über das vergangene Geschäftsjahr informiert zu werden und einen Ausblick auf das laufende Jahr 2019 zu erhalten. Als besonderes Highlight stellten dieses Jahr die Jugendlichen des BZM Markdorf ihre Roboter vor, mit denen sie bei der Weltmeisterschaft in Kanada den 3. Platz beim Roboterfußball belegten.
Die Versammlung wurde, wie bereits im letzten Jahr, vom 1. Vorsitzenden Dipl.-Ing. (FH) Wolfgang Horn geleitet. Der stellvertretende Vorsitzende Dipl.-Ing. (FH) Raimond Gatter, sowie der Geschäftsstellenleiter und Schriftführer Dipl.-Ing. (FH) Armin Zeising wurden für weitere 3 Jahre in ihrem Amt bestätigt. Weitere personelle Änderungen beim VDI-Bodensee sind das Ausscheiden von Dipl.-Ing. Egon Gmeiner, der die Leitung des Seniorenkreises Ravensburg an Dipl.-Ing. Alfred Schmitt übergab. Der Arbeitskreis „Studenten und Jungingenieure“ hat mit Adrian Russ einen kompetenten zusätzlichen Leiter gefunden.
Eines der Höhepunkte der Veranstaltung war der Besuch der Roboter-AG des BZM Markdorfs. Mit einer Spende in Höhe von 2.500 € hatte der VDI-Bodensee dem Team die Reise nach Kanada zur Weltmeisterschaft ermöglicht. Die „Bodenseekrokodile“ zeigten und erklärten erstmalig beim VDI vor staunendem Publikum die Roboter, mit denen das Team sich in Kanada den dritten Platz sicherte.
Als Neuigkeit aus dem Landesverband konnte über die Veranstaltungsreihe „TrendForum“ berichtet werden. Nach dem Erfolg im letzten Jahr, sind wieder fünf Veranstaltungen in den fünf Bezirksvereinen mit dem Thema „autonome Systeme“ geplant. Die Veranstaltung des Bodensee Bezirksvereins findet am 19. September 2019 in Kooperation mit den Firmen Ifm und DHL in Tettnang unter dem Titel „3D Technologie für autonome Systeme und Anwendung in der Logistik“ statt.
Mit seinen 18 Arbeitskreis- und Bezirksgruppenveranstaltungen mit insgesamt über 1200 Teilnehmern und den 35 Veranstaltungen der Seniorenkreise mit fast 1000 Teilnehmern kann der VDI-Bodensee Bezirksverein auf ein sehr erfolgreiches Jahr 2018 zurückblicken.
Hinzu kommt eine solide Nachwuchsarbeit mit drei Veranstaltungen für die Kinder des VDIni-Clubs (4 bis 12-jährige), zwei Clubtreffen des Zukunftspiloten (13 bis 18-jährige) und drei Veranstaltungen des Kreises Studenten und Jungingenieure (bis 33-jährig). An den Hochschulen im Einzugsgebiet vergab der VDI Bodensee außerdem sieben Förderpreise an Absolventen mit herausragenden Leistungen.
Die Mitgliederzahl war in 2018 leicht rückläufig, liegt aber im Trend des Hauptverbands und Landesverbands. Es konnten insgesamt 145 neue Mitglieder begrüßt werden.
Kassenwart Robert Vöhringer konnte einen positiven Bericht über die Finanzen abliefern, sodass der Vorstand einstimmig entlastet wurde.
Einen weiteren Höhepunkt der Veranstaltung bildeten die zahlreichen Ehrungen der langjährigen Mitglieder des VDI-Bodensees. Urkunden und Ehrenabzeichen wurden von den Vorsitzenden Dipl.-Ing.(FH) Wolfgang Horn und Dipl.-Ing. Raimond Gatter für 25, 40, 50, 60 und sogar 65-jährige Mitgliedschaft verliehen. Zusätzlich erhielten die zu Ehrenden ab 50-jähriger Treue einen hochwertigen Glaswürfel mit Gravur des VDI - Bodensee-Bezirksvereins.

Mehr zu den Ehrungen

Mit Brückenbau für Technik begeistern

Der VDI Bodensee unterstützt den Schüler-Brückenbauwettbewerb an der Hochschule Ravensburg-Weingarten

Weingarten – Gespannte Blicke von über 60 Schülerinnen und Schülern, dann knatterte und krachte es: Erstmalig veranstaltete die Fakultät Maschinenbau der Hochschule Ravensburg-Weingarten einen Brückenbauwettbewerb speziell für die Schulen in der Region. Mit 24 Teams von drei Schulen war die Resonanz überwältigend.
„Uns geht es darum, junge Menschen für Technik zu begeistern“, sagt Dr. André Kaufmann, Professor an der Fakultät Maschinenbau. Zusammen mit
Markus Dumschat, wissenschaftlicher Mitarbeiter und Jörg Hübler, Laboringenieur an der Fakultät sowie der Unterstützung durch die Fachschaft Maschinenbau hat er den ersten Schüler-Brückenbauwettbewerb organisiert. „Der Kontakt mit den Schulen ist uns auch deshalb wichtig, weil viele nicht wissen, dass man hier in Weingarten Maschinenbau studieren kann“, ergänzt Studiendekan Prof. Dr. Wolfgang Engelhardt.
Wie beim traditionellen Brückenbauwettbewerb zählte auch bei den Schülerbrücken, wieviel sie im Verhältnis zu ihrem Gewicht aushalten. Und auch das Design wurde wie bei den Studierenden im Vorfeld von einer Jury bewertet. Ein letztes Prüfen und Begutachten der Konstruktionen, dann waltete Jörg Hübler, seines traditionellen Amtes. Er bediente die Zugmaschine, in der die Brücken eingespannt und an ihre jeweiligen Belastungsgrenzen getrieben wurden.


Zwei Siebtklässlerinnen holen sich Gesamtsieg
Nicht nur die schönste, sondern auch die stärkste Brücke hatte am Ende das Team „#Wolken Fluffys“ vom Gymnasium Weingarten. Die Konstruktion der beiden Siebtklässlerinnen Valentina und Sofia hielt 1,7 Tonnen Last aus.  In der Kategorie der Acht- bis Zehntklässler gewannen „Die Bobs“ vom Welfen-Gymnasium Ravensburg vor Leon und Jusa aus Weingarten. Bronze holte sich das Team „Sperrholz“, auch Schüler am Gymnasium Weingarten. Der VDI Bodensee unterstützte den Wettbewerb mit attraktiven Preisen, welche Wolfgang Horn  bei der Siegerehrung den Gewinnern übergab. (Text: F. Mayer, HS RV-Weingarten)

 

Förderpreisvergabe des VDI Bodensee bei der Absolventenfeier der DHBW Ravensburg

In einem randvollen Graf-Zeppelin-Haus sind nun knapp 364 Jungingenieure der Fakultät für Technik der DHBW Ravensburg mit dem Bachelor in der Tasche verabschiedet worden. Die Studierenden der Dualen Hochschule Baden-Württemberg sorgten dabei für ein begeisterndes Programm.

Eine Auszeichnung verlieh Wolfgang Horn vom VDI Bodensee-Bezirksverein. Der VDI-Förderpreis ging an Philip Harr. Sein Studium in Elektrotechnik hat er mit einer Note von 1,2 abgeschlossen, sein Partnerunternehmen war die Daimler AG. Er engagierte sich auch im Racing Team der DHBW Ravensburg, seinen Horizont erweiterte der Fronreuter bei einem Auslandssemester in Edinburgh. Nach seinem Abschluss will er nun seinen Master an der TU München draufsatteln.

Schaukasten den der Hochschule RV-Weingarten

Förderfirmen stellen aus

Im Schaukasten an der Hochschule RV-Weingarten stellen seit November 2018 Förderfirmen des VDI-Bodensees ihre Exponate aus. Die Firmen Schuler, Georg Fischer und mtu stellen sich bei den Studierenden vor und werben auf diese Weise um Bewerbungen. Auch der VDI stellt seinen Arbeitskreis Studenten und Jungingenieure mit Hilfe eines Posters vor.

Förderpreis des VDI Bodensee

Sigmaringen, 26.Oktober 2018

Die Hochschule Albstadt-Sigmaringen verabschiedete mit einer Feier in der Sigmaringer Stadthalle ihre 387 Absolventen. Mit dem VDI-Förderpreis des Bodensee-Bezirksvereins wurde Frau M.Sc. Ariane Fischer (Biomedical Sciences), vom stellvertretenden Vorsitzenden des Bezirksvereins, Dipl.Ing.(FH) Raimond Gatter, ausgezeichnet. Dieser, einst selbst ein Absolvent der Hochschule Albstadt-Sigmaringen, war für die Ehrung extra aus der Schweiz angereist.

In seiner Laudatio würdigte Raimond Gatter die außergewöhnliche Leistung von Ariane Fischer. Er rief die Absolventen auf, den immer schnelleren technologischen Wandel aktiv mitzugestalten, wies jedoch auch auf die Verantwortung eines jeden Einzelnen für die eine, gemeinsame Welt hin. Für ihre spannende Reise in die Berufswelt wünschte er allen Absolventen viel Neugierde, Spaß und Erfolg.

Der VDI-Bodensee BV fördert die Roboter AG

Bronze für die Bodenseekrokodile bei der Roboter WM

Auch dieses Jahr unterstützt der VDI Bodensee-BV die Roboter AG des BZ Markdorf. Mit einer Spende über 2500€ ermöglichte der Bezirksverein den Jugendlichen zur Roboter WM nach Kanada zu fliegen.

Nach einer langen Reise mit Zwischenlandung in Reykjavik, kamen die Krokodile am Freitag, den 15.06.2018 in Montreal an. Dort nutzten sie die Zeit, um letzte Wettkampfvorbereitungen zu treffen. Am Sonntag fand bereits das Teaminterview statt, bei welchem sich die Teilnehmer vorstellten und ihre Roboter erklärten. Danach starteten die "Individual Games". Hier geht es darum, gegen Teams anderer Nationen im Roboter Fußball zu gewinnen. Dabei mussten die Krokodile sich vielen Herausforderungen stellen: z.B. einen kaputten Roboter, der während zwei Spielen nur als passiver Torwart verwendet werden konnte, während des Turniertages zu reparieren.

Mit den Spielergebnissen kamen die Bodenseekrokodile leider nur auf einen fünften Platz in der Spielwertung. Umso größer war die Freude, als die Jugendlichen bei der Siegerehrung aufs Podest gerufen wurden. Dank ihrer sehr anschaulichen Präsentation, konnten sie sich doch noch die Bronzemedaille sichern!

Wir vom VDI-Bodensee gratulieren ganz herzlich!

Künstliche Intelligenz: Licht- und Schattenseiten

Vortrag Prof. Dr. W. Ertel

Bereits 1996 gewann Deep Blue gegen Gary Kasparow eine Partie Schach mit regulären Zeitkontrollen. Warum dauerte es weitere 20 Jahre bis ein Computer im Brettspiel Go einen Meisterspieler besiegen konnte? Die Antwort ist einfach: das Schachspiel konnte mit klassischen Suchalgorithmen zusammen mit einer enormen Rechenleistung dominiert werden. Mit dieser Methode kommt die Maschine beim Spiel Go aufgrund seiner viel höheren Komplexität nicht weit. Existierende Go-Programme hatten Ende der 1990er Jahre eine Spielstärke, die kaum über der von ambitionierten menschlichen Anfängern lag. Der Sieg gelang schließlich, genau wie die meisten anderen großen Fortschritte der KI in den letzten Jahren, mit Hilfe von selbstlernenden Algorithmen. Das maschinelle Lernen ist die einzige Problemlösungsstrategie für hochkomplexe Anwendungen.

Zu genau diesem Thema gelang es dem VDI Bodensee Prof. Dr. Ertel, einen Experten mit über 30 Jahren Erfahrung auf dem Gebiet der KI, zu einem Vortrag nach Friedrichshafen einzuladen. Vor über 300 Zuhörern beleuchtete Prof. Ertel, der am Institut für Künstliche Intelligenz der Hochschule Ravensburg-Weingarten tätig ist, das Thema KI von zwei Seiten.

Einerseits berichtete er von „paradiesischen Zuständen“ in der nahen Zukunft durch den Einsatz von Servicerobotern und autonom fahrenden Robotertaxis. „Wir Menschen werden als Sicherheitsrisiko eingestuft und dürfen gar nicht mehr hinters Steuer“, so Ertel. Während einige Zuhörer sich trotzdem noch nicht recht vorstellen konnten, dass in 20 Jahren niemand mehr einen privaten PKW besitzen werde, klang die Vorstellung von nützlichen Haushaltsrobotern für alle sehr verlockend.

Andererseits ist es nicht zu vermeiden, dass technologische Fortschritte auch zu militärischen Zwecken genutzt werden. Das immense Risiko autonomer Waffen demonstrierte Prof. Ertel sehr eindrucksvoll mit einem kurzen Video, in dem der mögliche Einsatz autonom tötender Mini-Drohnen über Gesichtserkennung gezeigt wurde.

Noch nachdenklicher stimmten allerdings seine Gedanken zur technologischen Singularität. So wird der Punkt bezeichnet, ab dem die künstliche Intelligenz einer Maschine erstmals die jedes Menschen übersteigt. Laut Expertenmeinungen wird dies noch in diesem Jahrhundert erreicht und wenn wir nicht bei Terminator oder Matrix enden wollen, müssen wir bereits jetzt die Weichen stellen, um solche Szenarien abzuwenden oder zumindest hinauszuzögern.

Weitere Informationen zum Thema und Folien zum Vortrag finden Sie hier.